Bau eines Windparks Gvozd auf der Krnovo-Hochebene bei Niksic biegt auf die Zielgerade ein. Bauunternehmen Bemax Das Fundament für eine der letzten Turbinen, die 7/8-Windturbine, wurde fertiggestellt. Die Projektkosten 82 Millionen Euro hat sich in den letzten Jahren zu einer der größten Investitionen im montenegrinischen Sektor für erneuerbare Energien entwickelt.
Energie – bis Ende 2025
Laut Ivan Bulatović, CEO von Elektroprivrede Crne Gore (EPCG), könnte der Windpark bis Ende 2025 ans Netz gehen. Damit könnte die Produktion von „grüner“ Energie mit Anlagen beginnen, die etwa 150 GWh Strom pro Jahr – genug, um mehr als 25 Haushalte.
Projekt umfasst Installation acht Windkraftanlagenmit einer Gesamtkapazität 54,6 MWDies ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Energiewende des Landes und der Reduzierung der Kohlendioxidemissionen.
EBRD-Finanzierung und vollständiges Eigentum durch EPCG
Windpark Gvozd war das erste Projekt im Bereich erneuerbarer Energien, das EPCG völlig unabhängig und ohne ausländische Investoren entwickelt. Die Finanzierung erfolgte durch ein Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), das im Dezember 2021 unterzeichnet wurde. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 82 Millionen Euro.
Dies ist ein strategischer Schritt zur Diversifizierung der Energieressourcen des Landes und zur Stärkung seiner Energieunabhängigkeit.
Wer ist Bemax und woran arbeitet das Unternehmen sonst noch?
Bemax — eines der aktivsten Bauunternehmen Montenegros mit Sitz in Podgorica. Es ist bekannt für eine breite Palette von Projekten in den Bereichen Straßeninfrastruktur, Wohnungsbau und Energie. Das Unternehmen ist seit mehr als zwei Jahrzehnten auf dem Markt tätig und gewinnt regelmäßig große Ausschreibungen im öffentlichen und privaten Sektor.
Bemax hinterließ seine sichtbarsten Spuren im Rahmen Autobahnprojekt Bar-Bolyare, wo das Unternehmen als Subunternehmer für die chinesische CRBC eine beträchtliche Anzahl von Bauarbeiten durchführte, darunter Brücken, Tunnel und Autobahnabschnitte. Bemax war auch an städtischen Infrastrukturprojekten beteiligt, darunter Gewerbe- und Wohnbauprojekte in Podgorica und entlang der Küste, wie beispielsweise Luštica Bay und Capital Plaza.
Neben Großaufträgen ist das Unternehmen jedoch immer wieder Gegenstand von Ermittlungen unabhängiger Medien und Antikorruptionsorganisationen geworden. Die montenegrinische unabhängige öffentliche Organisation MANS (Netzwerk für die Entwicklung des nichtstaatlichen Sektors, was übersetzt Netzwerk für die Entwicklung des nichtstaatlichen Sektors bedeutet) wies in einer Reihe von Veröffentlichungen auf Anzeichen systematischer Bevorzugung von Bemax durch staatliche Stellen hin. So beschrieb eine der Untersuchungen einen Fall, in dem Bemax trotz günstigerer Angebote von Wettbewerbern den Auftrag für den Bau einer Überführung in Bar erhielt. Nach Abschluss der Ausschreibung wurden Änderungen an den Ausschreibungsunterlagen vorgenommen, die dem Unternehmen einen Vorteil verschafften (Quelle).
In einem anderen Fall im Zusammenhang mit dem Wiederaufbauprojekt des Straßenabschnitts Risan–Žabljak schloss die Verkehrsdirektion andere Teilnehmer aus und ließ Bemax trotz Verfahrensverstößen ohne Wettbewerb passieren (mans.co.me). Ähnliche Zweifel kamen bei der Analyse der Ausschreibung für den Bau der Westumgehung von Podgorica im Wert von über 20 Millionen Euro auf. Die Beschwerdekommission hob später die Entscheidung über den Zuschlag für Bemax aufgrund von Verstößen auf, die während der Ausschreibung festgestellt wurden (news.me).
Einige Analysten und Vertreter der Zivilgesellschaft haben Bemax bereits informell als „Symbol eines gekaperten Staates“ bezeichnet – ein Begriff, der die systematische Durchdringung der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsstrukturen durch Geschäftsinteressen beschreibt (mans.co.me). Diese Charakterisierung betont weniger die rechtliche Schuld als vielmehr die anhaltende Wahrnehmung, dass staatliche Mittel unter einem engen Kreis enger Vertrauter verteilt würden.
Trotz der Reputationsrisiken ist Bemax weiterhin an Projekten im ganzen Land beteiligt, darunter Autobahnen, Wasserwerke und touristische Infrastruktur. Das Unternehmen bleibt einer der größten Akteure der Baubranche in Montenegro, und sein Einfluss in der Branche ist kaum zu überschätzen.
Bemax beteiligt sich weiterhin an neuen Infrastruktur- und Energieprojekten. Zu den neuesten gehören: Windpark Gvozd auf der Krnovo-Hochebene, Bau von Kläranlagen sowie Teilnahme am Wiederaufbau Flughäfen Tivat und Podgorica.
Dieser doppelte Ruf macht das Unternehmen sowohl für seine technischen Errungenschaften als auch für seine möglichen Verbindungen zu Energiezentren öffentlicher Kritik preis. Mit der schrittweisen Demokratisierung Montenegros wächst das Interesse an der Transparenz solcher Verträge, und Bemax steht weiterhin im Rampenlicht.
Die Bedeutung des Gvozd-Projekts für Montenegro
- Strategische Reduzierung der Abhängigkeit von Stromimporten
- Unterstützung des Übergangs zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft
- Stärkung der Position Montenegros im Bereich der nachhaltigen Energie auf dem Balkan
- Schaffung neuer Arbeitsplätze in Niksic und Umgebung
Der Windpark Gvozd könnte in Zukunft die Grundlage für weitere Investitionen in die grüne Energie des Landes werden.
Video vom Gießen des Fundaments auf dem YouTube-Kanal Bemax:
